Kalmuswurzel

magenstärkend, blähungswidrig, harntreibend, augenstärkend, drüsenanregend, krampflösend, gedächtnisstärkend, stoffwechselanregend, zusammenziehend, blutbildend, hautreinigend

Kalmuswurzel | Acorus calamus | Ackermann, Ackerwurz, Augenwurz, Brustwurz, Deutscher Ingwer, Heiliges Rohr, Magenwurz, Lebensverlängerer, Venuspflanze

Der Kalmus ist eine aus Asien stammende Sumpfpflanze, die in Europa im 16. Jahrhundert angesiedelt wurde.
Nach Paracelsus liegt die Ursache einer jeden Erkrankung in der schlechten Verarbeitung der Nahrung. Seiner Meinung nach enthält jedes Nahrungsmittel Gifte und lebenswichtige Essenzen. Die Trennung im Körper wird vom „inneren Alchimisten“ vorgenommen (er meinte Magen und Darm).
Eine Darmsanierung steht für Paracelsus am Anfang jeder Therapie, auch wenn er sie noch nicht mit diesem Wort bezeichnete. Als Mittel für die Darmsanierung verwendete er Ingwer, Galgant, Engelwurz, aber vor allem die Kalmuswurzel.

Anwendung Essenz

Die Wurzel ist ein starkes Bitterstoffmittel und hat dadurch auch einen positiven Einfluss auf den Verdauungstrakt.
In der Volksheilkunde gehört Kalmus zu den geschätzten Mitteln bei allen Magenbeschwerden und Störungen der Verdauungsorgane, denn er soll Sekret fördernd auf den Magen wirken. Er ist also immer dann angebracht, wenn es durch falsche Ernährung zu Schmerzen, Völlegefühl, Blähungen und Krämpfen kommt.
Die Kalmuswurzel kann die Rauch– und Alkoholentwöhnung unterstützen.
Ein weiteres Anwendungsgebiet liegt in seinen Möglichkeiten als Stärkungsmittel, vor allem in der zweiten Lebenshälfte. Bei Infektionskrankheiten und während einer Rekonvaleszenz, bei Erschöpfung und Schwäche regt er den Kreislauf an, gibt Appetit und vermittelt Lebenswillen. Er hilft beim Abbau von Übergewicht und erhöht die Freude an den ehelichen Pflichten. Kalmus wird auch als der europäische Ginseng bezeichnet, er ist drüsenanregend und verjüngend. Manche Kräuterkundige kochen ihn in Wein und verwenden das Getränk als Potenzmittel.

TCM

Die thermische Wirkung ist kalt, die zugeordneten Organe sind Gallenblase und Magen. Kalmus harmonisiert den mittleren Erwärmer. Er wandelt Schleim-Feuchtigkeit um und klärt toxische Hitze. Das Magen-Qi und die Gallenblase werden angeregt.

 

Eigenschaften

magenstärkend, blähungswidrig, harntreibend, augenstärkend, drüsenanregend, krampflösend, gedächtnisstärkend, stoffwechselanregend, zusammenziehend, blutbildend, hautreinigend

Inhaltsstoffe

Asaron, Campher, ätherische Öle, Bitterstoffe, Acorin, Cholin, Stärke, Zucker, Vitamin C, Aneurin, Saponine, Harze