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Süßholz

krampflösend, entzündungshemmend, schleimlösend, süßend

Süßholz | Glycyrrhiza glabra | Lakritze, Lakritzenwurzel

Seit Jahrhunderten wird die Wurzel des Süßholzes als Arzneimittel geschätzt und genutzt. Sie taucht weltweit in vielen Regionen und Kulturen auf. In Ägypten hatte sie eine sehr hohe Bedeutung und wurde in Tut-ench-Amuns Grab gefunden.
Das Süßholz ist die Wurzel der subtropischen Süßholzpflanze. Der Saft der Wurzel ist der Ausgangsstoff für Lakritze. Es ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze. Es hilft gegen Husten, Magengeschwüre und Kopfschmerzen und stärkt außerdem niedrigen Blutdruck. Mit seiner blutreinigenden Fähigkeit ist das Süßholz auch ein wertvoller Begleiter bei Schlankheitskuren oder gegen rheumatische Erkrankungen. Beim Süßholz wirkt vor allem das Glykosid Glycyrrhizin sehr ausgeprägt. Es ist etwa 50-mal süßer als normaler Haushaltszucker.
Außerdem wirkt es, zusammen mit den anderen Wirkstoffen der Süßholzwurzel auswurfördernd, krampflösend, entzündungshemmend.
Eine weitere wichtige Wirkung der Süßholzwurzel ist ihre antibakterielle und fungizide Wirkung. Wichtig ist zu wissen, dass Süßholz den Blutdruck steigert. Das kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck erwünscht sein, bei Bluthochdruck-Patienten ist es aber eher unerwünscht. Darum sollten diese nicht zu viel Süßholz und Lakritze einnehmen. Süßholz ist eine besondere Heilpflanze für die Blutreinigung. Es fördert nämlich nicht einfach die Nierentätigkeit, wie die meisten anderen Blutreinigungskräuter, sondern er hilft den einzelnen Körperzellen dabei, ihre Abfallstoffe auszuscheiden. Dadurch reinigt das Süßholz das Gewebe.

Hinweis

Auf Wechselwirkungen sollte man achten, wenn man Wasser treibende Arzneimittel nimmt, die Kalium reduzieren. Gleichzeitig ist zu beachten, dass bei einem niedrigen Kaliumspiegel die Einnahme von Digitalis Herzmitteln sorgfältig abgestimmt sein muss.
Ausnahmesituationen, in denen man Süßholz meiden soll, sind eine Schwangerschaft, Bluthochdruck, Diabetes, Lebererkrankungen, schwerer Nierenfunktionsschwäche, bei niedrigem Kaliumgehalt im Blut, bei Leberzirrhose oder einer Lebererkrankung, die durch Gallenstauung entstanden ist und bei gleichzeitiger Einnahme von Hormonen.
Zu den Nebenwirkungen zählen, dass bei längerer Anwendung Wasser und Natrium stärker im Körper zurückgehalten werden, weiters Kaliumverlust mit Bluthochdruck, Ödeme und in seltenen Fällen eine Rotfärbung des Urins.

Anwendung Essenz

Durch die Wirkung der Tritterpensaponine, verschiedener Isoflavane und Isoflavone gelten Extrakte aus der Wurzel als gutes Heilmittel bei Husten und Bronchialkatarrhen oder Entzündungen im Bereich der oberen Luftwege.
Die klassische Anwendung von Süßholz ist schnell erklärt. Es lindert Entzündungen im ganzen Körper, vor allem in der Lunge bei Katarrhen, im Magen bei einem Geschwür und im Darm bei einem Geschwür. Süßholz entfaltet seine Kräfte vor allem dann, wenn der Körper ein wenig geschwächt ist, weil man sich in einer Umbruchphase, in der Menopause, in der Rekonvaleszenz befindet oder psychisch unter Druck fühlt.

TCM

Die Wirkung ist neutral, die zugeordneten Organe sind Milz und alle Meridiane. Süßholz ist für die TCM ein Botschaftskraut, das andere Kräuter an den Wirkungsort bringt, wo sie der Mensch braucht und harmonisiert. Es ist ein Mittel gegen Gifte aller Art und stärkt die Lebenskraft allgemein.


Eigenschaften

krampflösend, entzündungshemmend, schleimlösend, süßend

Inhaltsstoffe

Schleimstoffe, Saponine, Glycyrrhizin, Glavonoide, Cumarine, Phytosterin, Zucker